Über die Unicona «Aurelia»

#aboutme: Mein Name ist Aurelia Haag und ich wohne mit meinen zwei Mädchen (5 und 9) und meinem Mann in Bern. Von Beruf bin ich Sozialpädagogin mit Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Da mein Feuer auch für die Natur, Sport, andere Kulturen und Abenteuer brennt, arbeitete ich nebenberuflich zeitweise auch als Raftguide, Ski- und Snowboardlehrerin und Erlebnispädagogin. Im Moment bin ich nicht erwerbstätig. Ich kümmere mich vollumfänglich um unsere Kinder und engagiere mich für den Aufbau der Unico-Schule.

 

#motivation: Als Sozialpädagogin hatte ich oft mit Kindern zu tun, die im normalen Schulsystem nicht bestehen konnten. Als Schulsozialarbeiterin begegnete ich erneut vielen Kindern, die Mühe im System hatten und mit Kindern, die Ausgrenzung und Mobbing erlebten. Als Mutter eines schnell-lernenden Kindes und eines Kindes, das sehr jung eingeschult wurde, erlebe ich erneut die Grenzen des Schulsystems und wünschte mir, die Bedürfnisse meiner Kinder würden im Umfeld Schule mehr Beachtung erhalten. Auch wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, empfinde ich ambivalente Gefühle. Und seit ich mich mit selbstbestimmten Lernen auseinandersetze, kann ich diese immer besser verstehen. Ich habe mich eben oft nur angepasst, weil andere es so wollten. Heute merke ich, dass ich dadurch einen Teil von mir verloren habe. All diese Erfahrungen motivieren mich, zeitliche und fachliche Ressourcen für die Gründung der Unico einzusetzen.

 

#unicohistory: Meinen heutigen Überzeugungen ging ein jahrelanger Prozess voraus, welcher mit der

Abnabelung von meinem Elternhaus begann. Schliesslich wuchs auch ich sehr fremdbestimmt auf und lernte „gut“ zu sein und viel zu leisten, weil andere es so wollten. Im Verlauf dieses Prozesses kreuzte sich mein Weg Ende 2016 mit Stefan, Isa und Simona, welche die Vision einer freien, demokratischen Schule hatten. Da ich mich zu dieser Zeit entschieden hatte, mit der Erwerbsarbeit eine Pause einzulegen, hatte ich freie Ressourcen, um mich für dieses Projekt zu engagieren. Dies war ein durchaus guter Entscheid, denn die Arbeit ist enorm spannend und lehrreich und die Beziehung zu den anderen Uniconas ist geprägt von offenem Austausch und Wertschätzung. So erlebe ich zwar oft intensive, aber auch immer wieder sehr freudvolle Momente. Ich bin überzeugt, dass von diesem Engagement einmal ganz viele Kinder profitieren können.