Isa Rieder über Isa

Da ich mich für sehr viele Themengebiete begeistern kann, diese Begeisterung gerne teile und mir das Wohl von Kindern und Jugendlichen sehr am Herzen liegt, habe ich nach der Schulzeit die Ausbildung zur Lehrerin mit Schwerpunktfach «Gestalten» absolviert. Nach einigen Jahren Berufserfahrung bewog mich meine kreative Ader, zusammen mit meiner Affinität zu Neukreationen und zum Beschreiten unbekannter Wege, zum Modedesignstudium. Ebendiesen Qualitäten konnte ich nicht nur beim Gestalten, sondern später auch bei meiner Leidenschaft fürs freie Tanzen und bei der Auseinandersetzung mit alternativen Bildungsformen Ausdruck verleihen.

Das erworbene handwerkliche Rüstzeug nutzte ich in den folgenden Jahren in der gestalterischen Arbeit mit Sozialhilfeempfängern, Behinderten und Jugendlichen. Das Ziel der Arbeit war zu der beruflichen und sozialen Integration meiner Klienten beizutragen. Daneben übernahm ich während zwei Jahren die schulische Begleitung eines Jungen mit Asperger-Syndrom.

 

Vor etwa eineinhalb Jahr begann ich, mich in die «Gewaltfreien Kommunikation» zu vertiefen. Ich erkannte darin die Möglichkeit, von Rechthaberei wegzukommen, um mehr Verständnis für die eigenen Gefühle und Bedürfnisse und jene des Gegenübers zu entwickeln. Die in der Gewaltfreien Kommunikation vertretenen Werte der Eigen- und der sozialen Verantwortung passen in meinen Augen hervorragend zu der Vision eines Ortes, an dem die Kinder selbstbestimmt lernen und den schulischen Alltag mitbestimmen können.

 

Erfreulicherweise war ich bei weitem nicht die Einzige, welche den entzündeten Inspirationsfunken zur Gründung einer zukunftsweisenden Schule in sich trug. Dank der Unterstützung zahlreicher Visionsträger ist der Tag, an dem Kinder an der Unico-Schule herumtoben und sich staunend und lachend Stück für Stück die Welt aneignen, näher gerückt. Ich wünsche mir von Herzen, diesen Kindern das Gefühl vermitteln zu können, die Kindheit sei nicht in erster Linie eine Vorbereitungszeit auf das Erwachsenenleben. Sie sollen sich stattdessen als gleichwertige Mitglieder unserer Gesellschaft fühlen dürfen und es sich als solche erlauben können, mit Freude ganz in den Moment einzutauchen.

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